EIN GARTEN MACHT GLÜCKLICH

Der Pavillon als Ruhezone

txn. Viele haben es geahnt, eine Studie der Hochschule Geisenheim. hat es jetzt bestätigt: Wer einen Garten besitzt, ist zufriedener mit seinem Leben. Der Grund ist einfach – Gartenbesitzer verbringen deutlich mehr Zeit im Freien. Beim Wohlfühlen spielt das Ambiente stets eine wichtige Rolle und so ist es kein Wunder, dass viele bereit sind, in die Umgestaltung des eigenen Gartens zu investieren: Swimmingpools sind stark nachgefragt; Garten- und Landschaftsbauer sind über Monate ausgebucht. Und immer häufiger zu sehen sind nostalgische Gartenpavillons aus Metall. Einer der Pioniere beim Nachbau der romantischen Ruhezonen ist Udo Noller von Garten & Design, der die filigranen Konstruktionen seit mehr als 25 Jahren herstellt. Die Metall-Pavillons des schwäbischen Unternehmens sind der Mittelpunkt jedes Gartens. Ob klassisch buntverglast im Jugendstil oder als offene Toscana-Variante – die Pavillons helfen dabei, inmitten der Natur dem Alltag zu entfliehen. Das intelligente Baukastenprinzip bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Pavillon individuell zu gestalten und auszustatten. Das beginnt bei den Scheiben für die diverse Ornament- und Farbgläser zur Verfügung stehen und geht weiter über die enorm große Farbpalette für die Metallteile. Die schönen Pavillons werden nach historischen Vorbildern in traditioneller Handarbeit hergestellt. Dazu gehört die Verwendung originaler oder originalgetreuer Zubeho¨rteile wie Türgriffe; auch die Dachspitzen werden nach alten Vorbildern oder individuellen Designs aus Zinkblech handgearbeitet. Apropos Zink: Dass sämtliche Metall-Teile komplett verzinkt und im Anschluss pulverbeschichtet werden, zeigt den hohen Qualitätsstandard und macht die filigranen Konstruktionen witterungsbeständig und pflegeleicht.

NOSTALGISCHE METALLPAVILLONS

Gartentrend

Der Traum vom romantischen Garten ist eine ausgesprochen individuelle Angelegenheit. Schön, dass es auch heute noch Metallpavillons gibt, die sich nach den Wünschen der Gartenbesitzer gestalten lassen.
Foto: Garten & Design Noller/txn

txn. Früher war alles besser? Nicht erst seit der Corona-Pandemie erinnern wir uns gern an die „guten alten Zeiten”. Keine Frage: Nostalgie liegt im Trend. Dieser spiegelt sich nicht nur in der Mode oder der Musik wider. Von Shabby Chic über Vintage bis Cottagecore – der „anno dazumal“-Look ist auch aus der Gartengestaltung nicht mehr wegzudenken. Dazu gehören verwitterte Accessoires, Blumenkästen an den Fenstern und Zäune in verblichenen Naturtönen. Auch historische Metall-Pavillons erfreuen sich steigender Beliebtheit. Trendsetter treten damit in die Fußstapfen der alten Ägypter und Griechen. In deren Gärten durften Lauben und bepflanzte Unterstände nicht fehlen. Hierzulande erreichte die Pavillon-Kunst ihren Höhepunkt im Barock: Als Ruheoase, Vergnügungszelt sowie Unterschlupf bei Wind und Wetter gehörten die kleinen, luftigen Häuschen in jeden Garten. Und natürlich machte sie ihre filigrane Bauweise zum dekorativen Blickfang. Nicht zuletzt dank dieser Vorzüge erleben Metall-Pavillons ihr wohlverdientes Revival. Damals wie heute kommt es dabei vor allem auf die individuellen Vorstellungen an. Deswegen hat der Mechaniker Udo Noller mit seinem Unternehmen „Garten & Design“ ein intelligentes Baukastenprinzip entwickelt: Von der Farbe bis zur Verglasung, von den Fenstergriffen bis hin zur Dachkonstruktion – alle Elemente des Pavillons können nach Wunsch und Geschmack des Kunden gestaltet werden. Zum Einsatz kommen beispielsweise oft antike oder originalgetreue Fenstergriffe. Auch die Dachspitzen werden nach historischen Vorbildern aus Zinkblech handgearbeitet. Tradition und Moderne – die Pavillons von Garten & Design verbinden das Beste aus beiden Welten. Denn wer in seinem Ruhesitz im heimischen Garten nicht auf Steckdose oder elektrische Heizung verzichten möchte, kann sich beides in seinen Pavillon einbauen lassen. So kann der romantische Unterstand auch in der Übergangszeit genutzt werden.

EINEN ALTBAU ZEITGEMÄSS ERWEITER

Betonpavillon im Garten
txn. Moderne Baustoffe vertragen sich hervorragend mit Altbauten. Wie gut das funktioniert, zeigt die Kombination eines Pavillons aus Sichtbeton mit einem fast 100 Jahre altem Wohnhaus. Die kleine Villa hatte nur 90 Quadratmeter verwinkelte Grundfläche – zu wenig, um mit einer Familie dort gut leben zu können. Die Lösung brachte ein Pavillon aus Beton, der den Altbau mit raumgreifenden Durchblicken, weiten Öffnungen und zeitgemäßer Gestaltung in den Gartenbereich erweiterte. Alt- und Neubau werden funktional getrennt aber bilden doch eine räumliche und gestalterische Einheit. Im Altbau befinden sich die Bäder und Schlafräume, sowie ein neuer Gästebereich, die Diele und eine großzügige Bibliothek mit Kamin. Hier schließt sich über eine Brücke mit breiten Treppenstufen der neue Pavillon mit direktem Zugang zum Garten an. Die großzügige Wohnhalle mit offenem Wohn-bereich ist neuer Lebensmittelpunkt der Familie. Während der Altbau mit den niedrigen Deckenhöhen aus den 30er Jahren durch niedrige Deckenhöhen und kleinteilige Grundrisse geprägt ist, ermöglichte der Pavillon andere Dimensionen und Spannweiten. „Es ging uns darum, möglichst stützenfrei zu arbeiten,“ erinnert sich Architekt Markus Bonauer. „So bot sich Beton bei der Frage der Konstruktion wie selbstverständlich an. Uns schwebte ein authentisches Material vor, dass nicht industriell wirken sollte“. Heute trennt eine 80 Zentimeter breite Fuge die beiden Gebäude konstruktiv und gestalterisch voneinander. Dieser eigenständige Baukörper aus Stahlbeton steht auf einer massiven Bodenplatte. Aus dem 14 Meter langen, stützenfreien Pavillon reicht der weite Blick durch eine vollflächige Glasfassade ins Grüne. Der Innenraum besteht aus Sichtbetonwänden, deren samtig-pudrige Oberfläche mit Eichenholz-Paneelen als Kontrast wohnlich kombiniert wurden. Das Ergebnis ist beeindruckend: Die Fläche des Wohnhauses hat sich familiengerecht mehr als verdoppelt, der Lebensmittelpunkt wurde in den wohnlichen Betonbau verlagert. Die hohe Wertigkeit des Gebäudes zeigt sich vor allem in den liebevollen Details und einer ausgesuchten Materialität. Holz und Beton werden durch die Architekten Bonauer Bölling hier auf gekonnte Weise kombiniert.