EHRENAMTLICH ENGAGIERT? DANN AN DIE GRIPPEIMPFUNG DENKEN

Engagierte, ältere Menschen sollten besonders auf ihren Gesundheitsschutz achten

Rund ein Fünftel der älteren Menschen in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich. Dabei sollten sie ganz besonders auf den Gesundheitsschutz achten. Dazu zählt auch die Grippeimpfung. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Matthew Crissall

Rund ein Fünftel der älteren Menschen in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich. Dabei sollten sie ganz besonders auf den Gesundheitsschutz achten. Dazu zählt auch die Grippeimpfung. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Matthew Crissall

(djd). Vom Einkaufen für Pflegebedürftige über die Betreuung der Enkel bis zum Engagement im Sportverein: Ohne Ehrenamtliche würde in Deutschland vieles nicht laufen. Und der Einsatz für die Gemeinschaft kennt keine Altersgrenze. Laut einer Umfrage der British American Tobacco Stiftung für Zukunftsfragen aus dem Jahr 2020 ist rund jeder fünfte ältere Bürger unentgeltlich für das Gemeinwohl tätig. Während der Hochphase der Covid-19-Pandemie konnten viele Ehrenämter nur eingeschränkt ausgeübt werden oder ruhten ganz. Doch mit den Impfungen kehrten auch die Möglichkeiten zurück, wieder aktiv zu werden. Gerade wenn es dabei zu häufigeren Kontakten kommt, sollten Ehrenamtliche aber den Gesundheitsschutz für sich und andere im Auge behalten.

Grippe-Impfempfehlung für alle ab 60 Jahren

Nicht nur Covid-19, auch andere schwere Infektionskrankheiten wie die echte Grippe, die Influenza, können die Gesundheit in Gefahr bringen. Eine Grippeimpfung kann vor der Erkrankung und ihren oft schwerwiegenden Komplikationen schützen. Wer an einer Tafel Essen austeilt, Kindergruppen betreut und dadurch viele Kontakte mit anderen hat, sollte sich unbedingt gegen Grippe impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung für alle Menschen ab 60 Jahren. Da die Wirksamkeit einer Impfung gegen Grippe bei ihnen geringer sein kann, sind Hochdosis-Grippe-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt worden, die einen besseren Grippeschutz benötigen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff. Am besten lässt man sich im Oktober oder November impfen, doch auch Anfang des Jahres ist es noch nicht zu spät dafür.

Krankenkassen tragen Kosten für Impfung

Nicht nur im Ehrenamt können sich ältere Menschen mit der Grippe anstecken. So betreut gut die Hälfte aller Großeltern mindestens einmal im Monat ihre Enkelkinder, mehr als ein Drittel sogar mindestens einmal pro Woche. Auch im Supermarkt, in Verkehrsmitteln oder an anderen öffentlichen Orten können die Viren lauern. Für alle, denen die STIKO die Impfung empfiehlt, werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

FÜNF GRIPPE-MYTHEN IM FAKTENCHECK

Wissenswertes zur Grippe und zur Grippe-Impfung

Auch ein starker Schnupfen ist nicht vergleichbar mit der echten Grippe. Diese kann sehr schwer verlaufen und gefährliche Komplikationen mit sich bringen. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/PIKSEL

Auch ein starker Schnupfen ist nicht vergleichbar mit der echten Grippe. Diese kann sehr schwer verlaufen und gefährliche Komplikationen mit sich bringen. Foto: djd/Sanofi/Getty Images/PIKSEL

(djd). Mythen rund um die Grippe und die bewährte Grippe-Impfung gibt es viele – fünf davon sind hier im Faktencheck.

Mythos 1: Die Grippe ist nichts weiter als eine heftige Erkältung

Fakt ist: Die Grippe unterscheidet sich deutlich von einer Erkältung und kann sehr schwer verlaufen. Besonders für ältere Menschen, deren Abwehrkräfte schwächer sind, kann sie sogar lebensbedrohlich werden. Typische Anzeichen sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockener Husten – es können jedoch auch Komplikationen wie Lungenentzündungen, Blutvergiftungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle auftreten.

Mythos 2: Wenn die Grippe-Impfung jedes Jahr wiederholt werden muss, ist sie offenbar nicht so wirksam

Fakt ist: Die jährliche Impfung ist erforderlich, weil Grippeviren sich ständig verändern. Deshalb müssen Impfstoffe Jahr für Jahr an die saisonal häufig auftretenden Grippeviren angepasst werden, um bestmöglich zu schützen. Sollten sich Geimpfte dennoch anstecken, haben sie in der Regel mildere Verläufe, wie Studien zeigen.

Mythos 3: Eine Grippe-Impfung ist nur zu Saisonbeginn im Herbst sinnvoll, danach ist es zu spät

Fakt ist: Am besten ist es, sich möglichst früh impfen zu lassen, also im Oktober oder November. Aber noch während der gesamten Grippesaison, die bis ins Frühjahr dauert, ist eine Impfung sinnvoll und lohnt sich.

Mythos 4: Bei älteren Menschen wirkt die Impfung nicht richtig, weil ihr Immunsystem zu schwach ist

Fakt ist: Tatsächlich sind die Abwehrkräfte bei Menschen ab 60 Jahren schwächer als bei Jüngeren. Die Wirksamkeit einer Grippe-Impfung kann daher geringer sein. Deshalb sind Hochdosis-Grippe-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt worden, die einen besseren Grippeschutz benötigen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

Mythos 5: Die Impfung kann starke Impfreaktionen auslösen

Fakt ist: Impfstoffe durchlaufen viele Prüfungen und müssen nachweislich sicher und wirksam sein. Schwere Impfreaktionen sind daher sehr selten. Leichtere Reaktionen wie Unwohlsein, erhöhte Temperatur oder Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sind normal und ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Meist klingen sie nach wenigen Tagen ab.

ATEMWEGSVIREN IM WINTER AUSBREMSEN

Schon bei kleinen Kindern kann ein Wirkstoff aus der Rotalge angewendet werden

Bis zu zehnmal in der kalten Jahreszeit fangen sich Schulkinder eine Atemwegsinfektion ein. Foto: djd/Hermes Algovir/Getty Images/Imgorthand

Bis zu zehnmal in der kalten Jahreszeit fangen sich Schulkinder eine Atemwegsinfektion ein. Foto: djd/Hermes Algovir/Getty Images/Imgorthand

(djd). Atemwegsviren sind ein Thema, dass die Menschen in den Herbst- und Wintermonaten regelmäßig beschäftigt. Denn auch unabhängig von Corona kommt es bei Erwachsenen durchschnittlich zwei- bis fünfmal, bei Schulkindern sieben- bis zehnmal pro Saison zu einem Infekt. Kitakinder wiederum sind oft monatelang ständig am Niesen, Schniefen und Husten. Dass gerade die Kleinen so häufig von Erkältungen und Co. betroffen sind, liegt unter anderem am noch nicht ausreichend trainierten Abwehrsystem und den vielen Kontakten beim Spielen und Lernen. So findet die Vielzahl unterschiedlicher Atemwegsviren immer schnell einen neuen Wirt.

Eine Schutzbarriere gegen Viren

Meist gelangen die Erreger über die Nase in den Körper. Dagegen können Hygiene, Abstand und Masken helfen, was aber bei kleineren Kindern oft nur mäßig funktioniert oder sinnvoll ist. Eine weitere Verteidigungslinie kann dann die Carragelose sein, ein aus Rotalgen gewonnenes Polymer. „Dieses bildet bei Raumtemperatur eine gelartige Schicht auf der Nasenschleimhaut und wird damit zur Schutzbarriere. Viren können nicht in die Zelle eindringen, vermehren sich nicht und führen daher auch nicht zu einer Erkrankung“, erklärt Priv. Doz. Dr. Claudia Lill, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Stellvertretende Leiterin des Kopf-Hals-Institutes im Evangelischen Krankenhaus Wien. Carragelose ist etwa im Nasenspray algovir enthalten. Da es rein physikalisch wirkt und nicht in den Blutkreislauf gelangt, ist es auch für Kinder ab einem Jahr, Schwangere und Stillende zugelassen – mehr dazu unter www.algovir.de. Die Wirksamkeit und Sicherheit gegen ein breites Spektrum von Viren wurden in verschiedenen Studien nachgewiesen. Eine neuere argentinische Untersuchung deutet sogar auf einen Schutz gegen das Coronavirus hin.

Ausbreitung in der Familie stoppen

„Damit das Nasenspray präventiv wirken kann, muss man es bereits im Vorfeld zwei- bis dreimal täglich anwenden“, erläutert Lill. „Ist der Anwender schon erkrankt, wird die Viruslast um circa 90 Prozent verringert.“ Zudem reduziere sich die Krankheitsdauer. Wird es sofort bei den ersten Symptomen genutzt, kann die Ausbreitung innerhalb der Familie gebremst werden. Zusätzlich sollte bei Atemwegsinfekten immer darauf geachtet werden, sich regelmäßig die Hände zu waschen und nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge zu niesen. Das können selbst kleine Kinder schon lernen und so aktiv mithelfen, die Viren in Schach zu halten.

ÄLTER UND VORERKRANKT? DANN AN DIE GRIPPE-IMPFUNG DENKEN

Gut geschützt können ältere Erwachsene gelassener in den Winter starten

Vorerkrankungen wie Asthma oder die chronische obstruktive Lungenkrankheit (COPD) erhöhen das Risiko für schwere Grippeverläufe. Foto: djd/Sanofi/GettyImages

Vorerkrankungen wie Asthma oder die chronische obstruktive Lungenkrankheit (COPD) erhöhen das Risiko für schwere Grippeverläufe. Foto: djd/Sanofi/GettyImages

(djd). Bei der Grippe ist es ähnlich wie bei Covid-19: Junge, gesunde Menschen überstehen die Erkrankung meist problemlos. Doch mit zunehmendem Alter verliert das Immunsystem an Schlagkraft. Ältere Menschen haben deshalb ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder Komplikationen wie eine Lungenentzündung und einen Herzinfarkt. Kommt eine Grunderkrankung hinzu, steigt das Risiko nochmals. Denn auch Asthma, COPD, Herzkreislauf-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie Diabetes schwächen den Körper im Kampf gegen die Viren. Menschen ab 60 Jahren sind häufiger von Grunderkrankungen betroffen – und in dieser Altersgruppe treten die meisten mit einer Grippe verbundenen Todesfälle auf.

Hochdosis-Grippe-Impfstoffe speziell für ältere Erwachsene ab 60

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät sowohl Menschen ab 60 Jahren als auch Personen mit Vorerkrankungen zur Grippe-Impfung. Sie sollten sich rechtzeitig zu Beginn der Grippesaison im Oktober/November impfen lassen. Aufgrund der schwächeren Immunantwort kann bei ihnen die Wirksamkeit einer Grippe-Impfung jedoch geringer sein. Da diese Personengruppe gleichwohl einen besseren Grippeschutz benötigt, sind Hochdosis-Grippe-Impfstoffe entwickelt worden. Die STIKO empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren einen solchen Hochdosis-Grippe-Impfstoff. Er schützt – wie die standarddosierten Impfstoffe – vor allen vier relevanten Typen von Grippeviren. Studien haben gezeigt, dass selbst im Falle einer Infektion die Krankheit bei Geimpften deutlich milder verläuft und weniger Komplikationen mit sich bringt als bei Ungeimpften. Mit diesem Wissen lässt sich die Grippezeit wesentlich entspannter überstehen.

Besser spät als gar nicht impfen

Die Grippe-Impfung kann in der hausärztlichen Praxis durchgeführt werden. Zwar ist der Oktober/November die ideale Zeit dafür, aber wer sie verpasst, kann den Piks nachholen. Denn meist hat die Grippesaison ihren Höhepunkt erst nach dem Jahreswechsel, sodass die Impfung sich noch bis in den Januar/Februar hinein lohnt. Wird sie von der STIKO empfohlen, tragen die Krankenkassen die Kosten.

MÖGLICHST OHNE INFEKT DURCH HERBST UND WINTER

Eine basische Energiekur kann das Immunsystem unterstützen

Wer gesund durch Herbst und Winter kommen möchte, sollte sich seine Kräfte einteilen und sich regelmäßig Auszeiten gönnen. Foto: djd/Basica/PantherMedia/marylooo

Wer gesund durch Herbst und Winter kommen möchte, sollte sich seine Kräfte einteilen und sich regelmäßig Auszeiten gönnen. Foto: djd/Basica/PantherMedia/marylooo

(djd). Alljährlich wird unser Immunsystem in der kalten Jahreszeit von Grippeerregern vor besonderen Herausforderungen gestellt. Infolge der Corona-Schutzmaßnahmen und wegen des Lockdowns sind derartige Infektionen im vergangenen Winter weitgehend ausgeblieben. Das könnte sich nun negativ auswirken. Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) befürchten für den Herbst und Winter 2021/22 steigende Infektionszahlen aufgrund einer reduzierten Grundimmunität. Um Grippe- und Coronaviren gleichermaßen abzuwehren, kommt es also in den kommenden Monaten darauf an, die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu beachten und das Immunsystem nicht durch Dauerstress zusätzlich zu strapazieren.

Säuren abbauen und Viren lahmlegen

Erschöpfung, Müdigkeit sowie mangelnde Konzentrationsfähigkeit können deutliche Anzeichen dafür sein, dass der Körper das Limit seiner Leistungsfähigkeit erreicht hat. Die Symptome weisen zudem darauf hin, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Daher ist es ratsam, auf regelmäßige Ruhezeiten zu achten und die Gesundheit mit einem gezielten Säureabbau zu unterstützen. Wer einer Übersäuerung entgegenwirkt, kann gleichzeitig seinen Abwehrkräften auf die Sprünge helfen. Unter www.basica.de beispielsweise steht ein Säure-Basen-Test bereit, mit dem das persönliche Risiko überprüft werden kann. Denn wissenschaftliche Hinweise lassen Rückschlüsse darauf zu, dass eine gute Versorgung mit basischen Mineralstoffen wie Zink und Selen das Immunsystem bei der Virenabwehr unterstützen kann. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass etwa Coronaviren bei leicht saurem pH-Wert stabil sind. Sie reagieren jedoch empfindlich auf sehr geringe Verschiebungen zum Basischen hin, sodass sie inaktiv werden.

Die Gesundheit mit Basen unterstützen

Unverzichtbar für das Immunsystem sind vor allem Zink, Selen und Magnesium, wie sie etwa in Basenpräparaten aus der Apotheke wie Basica enthalten sind. Denn Zink ist für die Bildung und Aktivierung von bestimmten Immunzellen verantwortlich, die Krankheitserreger eliminieren können. Zudem sorgt es dafür, dass spezifische Viren gar nicht erst über den Nasen-Rachenraum in den Körper eindringen. Selen nimmt zahlreiche Schlüsselfunktionen bei der Immunabwehr ein und verstärkt den Schutz. Weniger bekannt ist, dass auch Magnesium für die Abwehrkräfte wichtig ist. Denn der Mineralstoff unterstützt die „Killerzellen“ bei der Bekämpfung von Zellen, die bereits virusinfiziert sind. Nicht zuletzt deshalb sollte ein Magnesiummangel verhindert werden.

DOPPELT GUT GESCHÜTZT IN DIE GRIPPESAISON

Die wichtigsten Informationen rund um die Influenza- und Covid-19-Impfung

Mit doppeltem Impfschutz gegen die Grippe und Covid-19 kommen ältere Menschen entspannter durch den Winter. Foto: djd/Sanofi/Getty

Mit doppeltem Impfschutz gegen die Grippe und Covid-19 kommen ältere Menschen entspannter durch den Winter. Foto: djd/Sanofi/Getty

(djd). Die Grippesaison steht vor der Tür. Und es ist zu vermuten, dass aufgrund steigender Mobilität und nachlassender AHA-Maßnahmen die Fallzahlen im Vergleich zum vergangenen Jahr stark steigen werden. Die Grippe – medizinisch Influenza – ist eine ernste Erkrankung, die zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar zum Tod führen kann. Oft ist auch die Lebensqualität nach einer Grippe-Erkrankung langfristig eingeschränkt. Gut also, dass es eine Impfung gibt. Wer sich nicht nur gegen Covid-19, sondern auch gegen Grippe impfen lässt, kann doppelt geschützt in die kalte Jahreszeit gehen. Hier wichtige Fragen und Antworten dazu:

1. Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?

Laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollten sich alle Menschen ab 60 Jahren sowie Personen mit Grunderkrankungen wie Atemwegs-, Herzkreislaufkrankheiten und Diabetes impfen lassen, da sie ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf einer Grippe haben. Weiterhin gilt die Grippe-Impfempfehlung für chronisch Kranke, Schwangere, Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, medizinisches Personal, Berufstätige mit viel Publikumskontakt und Kontaktpersonen von Risikopatienten. Da die Wirksamkeit einer Impfung gegen Influenza bei älteren Erwachsenen geringer sein kann, sind Hochdosis-Grippe-Impfstoffe für Menschen ab 60 Jahren entwickelt worden, die einen besseren Grippeschutz benötigen. Die Stiko empfiehlt daher allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

2. Welche Nebenwirkungen sind nach einer Grippeimpfung zu erwarten?

Die eingesetzten Grippeimpfstoffe sind bewährt und gut verträglich. Typische Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle. Manchmal treten auch Erkältungssymptome wie Fieber, Frösteln oder Kopfschmerzen auf. In der Regel sind diese harmlos und nach ein, zwei Tagen überstanden.

3. Wann sollte man sich impfen lassen?

Am besten vereinbart man einen Impftermin für Oktober oder November. Die Impfung kann aber auch noch mitten in der laufenden Saison nachgeholt werden – bis in den Februar hinein. Denn jede verhinderte Grippeerkrankung zählt.

TEMPERATUREN RUNTER, BLUTDRUCK RAUF

Warum im Winter die Werte steigen und was Betroffene tun können

Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen. Deshalb steigt bei vielen Menschen der Blutdruck im Winter an. Foto: djd/Telcor-Forschung/Halfpoint/Shutterstock

Bei Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen. Deshalb steigt bei vielen Menschen der Blutdruck im Winter an. Foto: djd/Telcor-Forschung/Halfpoint/Shutterstock

(djd). Frostige Temperaturen im Herbst und Winter begünstigen nicht nur Erkältungskrankheiten, sondern wirken sich auch auf einen anderen wichtigen Gesundheitsparameter aus: den Blutdruck. Denn je niedriger der Zeiger auf dem Thermometer steht, desto höher steigt der Druck in den Adern. Ältere Menschen sind Studien zufolge von diesem saisonalen Blutdruckanstieg stärker betroffen als jüngere. Besonders, wenn die Werte ohnehin schon zu hoch sind, kann das die Gesundheit gefährden. So kommt es im Winter zu deutlich mehr Schlaganfällen und Herzinfarkten als im Sommer.

Kälte verengt die Gefäße

Als Hauptgrund für das winterliche Blutdruckhoch gilt, dass sich bei Kälte die Gefäße zusammenziehen und dadurch weniger Volumen haben. Außerdem werden beim Frieren Stresshormone ausgeschüttet, was sich ebenfalls ungünstig auswirkt. Für Menschen mit bestehendem Bluthochdruck oder erhöhtem Risiko ist es deshalb ratsam, die Werte regelmäßig zu kontrollieren. Gegebenenfalls muss dann in der kalten Jahreszeit nach Absprache mit dem Arzt die Medikation angepasst werden. „Neben der ärztlich verordneten Therapie kann Arginin in vielen Fällen einen wichtigen Beitrag zur Blutdrucksenkung sowie zur Verbesserung der Durchblutung leisten“, erklärt Prof. Horst Robenek, Arteriosklerose-Forscher von der Uniklinik Münster. Denn aus der natürlichen Nahrungsaminosäure wird im Körper ein gefäßerweiternder und blutdruckregulierender Botenstoff gebildet – mehr erfahren kann man dazu unter www.telcor.de. „Im Idealfall füllen die Betroffenen ihre Argininspeicher frühzeitig auf und greifen zu einer qualitativ hochwertigen Adernformel mit Arginin plus Folsäure sowie Vitamin B6 und B12 wie in Telcor Arginin plus“, so der Experte. Die Filmtabletten gibt es rezeptfrei in der Apotheke. In der Nahrung findet sich Arginin in größeren Mengen etwa in Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornreis, Garnelen und rotem Fleisch.

Bewegen und warmhalten

Generell ist bei Blutdruckproblemen auch im Winter auf eine gesunde, pflanzenbetonte Ernährung zu achten. Dazu ist regelmäßige Bewegung eines der besten Mittel gegen zu hohen Blutdruck. Dabei sollte man sich allerdings nicht überanstrengen und schön warm einpacken, um Kältestress zu vermeiden. Überhaupt tut Wärme gut, nicht nur draußen, sondern auch drinnen. So empfiehlt etwa die Herzstiftung, die Wohnung im Winter ausreichend zu heizen. Denn bei gemütlichen Temperaturen können auch die Gefäße entspannen.

HERZSCHUTZ DANK GRIPPEIMPFUNG

Besonders bei älteren Menschen kann der Piks Infarkten vorbeugen

Für Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Leiden und generell für alle über 60 ist die Grippeimpfung besonders wichtig. Foto: djd/Sanofi/GettyImages

Für Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Leiden und generell für alle über 60 ist die Grippeimpfung besonders wichtig. Foto: djd/Sanofi/GettyImages

(djd). Im Herbst beginnt die Grippesaison. Und da in dieser kalten Jahreszeit wahrscheinlich wieder mehr Kontakte möglich sein werden, sind auch mehr Ansteckungen mit der Grippe zu erwarten. Für Menschen, die älter als 60 Jahre sind und Vorerkrankungen haben, ist ein Grippeschutz deshalb besonders wichtig. Denn die echte Grippe, medizinisch Influenza genannt, greift nicht nur die Atemwege an. Das Risiko eines Herzinfarktes ist bereits kurz nach der Ansteckung zehnmal wahrscheinlicher, und die Gefahr eines Schlaganfalls ist achtmal so hoch. Zudem arbeitet bei Älteren das Immunsystem weniger effektiv, es bestehen häufiger Herz-Kreislauf-Probleme. Da die Wirksamkeit einer Impfung gegen Influenza bei Menschen ab 60 Jahren geringer sein kann, sind für sie Hochdosis-Impfstoffe entwickelt worden, die einen besseren Schutz vor einer Infektion bieten können als standarddosierte Grippe-Impfstoffe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren einen Hochdosis-Grippe-Impfstoff.

Die Grippe schädigt Herz und Gefäße

Wer zu einer der stärker gefährdeten Gruppen gehört, sollte sich deshalb rechtzeitig beim Hausarzt um einen Impftermin kümmern. Die Impfung reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Grippeerkrankung deutlich und senkt laut Studien das Risiko von schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einem Herzinfarkt. Dabei spielt wahrscheinlich eine Rolle, dass Grippeviren das Herz angreifen können. Zum anderen wirkt sich eine akute Atemwegsentzündung auf die Fließeigenschaften des Blutes sowie die Gerinnung aus und kann dazu führen, dass sich bestehende Ablagerungen in den Gefäßen lösen und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Werden Ansteckung oder Vermehrung der Viren durch eine Impfung unterdrückt, bleiben diese Effekte aus.

Abstand zur Covid-19-Impfung beachten

Neben Personen über 60, Herz-Kreislauf-Patienten und anderen chronisch Kranken empfiehlt die STIKO eine jährliche Grippeschutzimpfung auch für Schwangere, medizinisches Personal, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Kontaktpersonen von Menschen mit erhöhtem Risiko sowie Personen mit vielen beruflichen Kontakten. Bei diesen Gruppen übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Gemäß RKI-Empfehlung sollten mindestens 14 Tage Abstand zur Covid-19-Impfung eingehalten werden. Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle. Die Impfung sowohl gegen Grippe als auch gegen Covid-19 ist der effektivste und einfachste Weg, sich vor diesen Krankheiten zu schützen und ein aktives Leben zu führen wie gewohnt.