Bienen + Insekten

BIENENFREUNDLICHE ROSEN PFLANZEN

Es gibt mehr als 30.000 Rosensorten. Wer seinem Garten und der Tierwelt etwas Gutes tun möchte, sollte bei der Auswahl auf Insektenfreundlichkeit achten. Foto: Neudorff/txn

Es gibt mehr als 30.000 Rosensorten. Wer seinem Garten und der Tierwelt etwas Gutes tun möchte, sollte bei der Auswahl auf Insektenfreundlichkeit achten. Foto: Neudorff/txn

txn. Wer an Rosen denkt, hat meist prall gefüllte Blüten vor Augen und einen sehr angenehmen Duft in der Nase. Was viele nicht wissen: Das Ideal­bild einer roten, dicht gefüllten Rose ist für Bienen und andere Insekten nahezu wertlos. Denn die Pflanzen haben keine Staubgefäße und die roten Blütenblätter sehen für die Nützlinge dunkelgrau aus – denn Bienen sind rotblind. Wer aus den mehr als 30.000 Rosensorten für den eigenen Garten auswählt, sollte deshalb auf Insektenfreundlichkeit achten. Sabine Klingelhöfer vom Gartenexperten Neudorff: „Empfehlenswert sind ungefüllte und halbgefüllte Sorten, auch Wildrosen oder Pflanzen aus der Gruppe der Rambler, die mühelos Wände und Bäume erklimmen.“ Auch neue Sorten legen vermehrt Wert auf Insektenfreundlichkeit. Meist sind sie gut am Namen zu erkennen, wie etwa die „Bienenweide- oder die „NektarGarten“-Serie bekannter Rosenzüchter. Damit die Rosen möglichst vielen Blüten tragen, gilt es schon vor dem Einpflanzen, einen sonnigen Standort für die Pflanze zu finden. Wichtig ist ein lockerer und strukturstabiler Boden, der die Wurzeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt und genug Wasser aufnehmen kann. Es empfiehlt sich, gleich bei der Pflanzung eine hochwertige Erde wie die NeudoHum RosenErde ins Pflanzloch beizumischen. Die torffreie Spezialerde besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und ist speziell auf die Bedürfnisse von Rosen jeder Art abgestimmt. Sie enthält Nährstoffe für die ersten vier Wochen, bodenbelebende Organismen und natürliche Mykorrhiza-Pilze. Sie verbessern das Wurzelwachstum und damit die Wasserversorgung, was die Königin der Blumen in jeder Wachstumsphase unterstützt.

Milder Raps, markante Tanne

Heimische Honige aus verschiedenen Pflanzen und Regionen sind mehr als nur süß

(djd). Die Menschen in Deutschland sind echte Honigesser: Mit rund einem Kilogramm pro Kopf und Jahr belegen sie einen Spitzenplatz im weltweiten Verbrauch. Rund 80 Prozent des Honigangebotes stammt dabei allerdings aus Importen, vor allem aus Südamerika, Südosteuropa und auch China. Diese Honige kommen meist als „Mischung aus EU und Nicht-EU-Ländern“ in den Handel. Im Gegensatz dazu stehen die eigenen Honigernten, die mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von süß bis malzig, von sanft bis kräftig punkten und damit Ausdruck hiesiger Regionen sind. Die typischen deutschen Landschaften mit ihrer vielfältigen Flora bieten zudem eine Vielfalt von fast 30 verschiedenen Sorten.

Im Wald und auf der Heide

Sortenhonige haben eine spezifische botanische oder geografische Herkunft. So kommt zum Beispiel von den ausgedehnten Rapsfeldern Norddeutschlands der hellgelbe, mildaromatische Rapshonig. Violett blühende Heidelandschaften liefern eine herb-würzige Sorte, weitläufige Wälder etwa in Bayern und im Schwarzwald markant-malzigen Tannenhonig. Und auch Klee-, Akazien-, Linden- und Edelkastanienhonig haben ihr jeweils ganz eigenes Aroma. Nicht unbedingt von nur einer Pflanzenart, aber geografisch definiert sind beispielsweise der dunkle Waldhonig oder Gebirgsblütenhonig, der alleine von Pflanzen aus den Bergen stammen darf. Es gibt auch Mischformen, etwa Sorten aus mehreren Pflanzenarten wie Tannen- und Fichtenhonig oder solche mit einer unspezifischen sowie einer spezifischen botanischen Herkunft wie Frühjahrsblüte mit Akazienhonig. Keine Art schmeckt wie die andere – deshalb einfach direkt beim Imker in der Nähe testen, um den persönlichen Lieblingsgeschmack herauszufinden. Honigvielfalt, die unter der Marke „Echter Deutscher Honig“ angeboten wird, erfüllt die strengen Qualitätsvorgaben des Deutschen Imkerbundes und wird ständig kontrolliert. So wird neben physikalischen und chemischen Eigenschaften auch unter dem Mikroskop anhand der enthaltenen Pollen genau geprüft, ob er in Deutschland gewonnen wurde.

Gutes im eigenen Garten tun

Leider konnten Imker und Imkerinnen in den letzten Jahren oft weniger ernten als früher, da durch Trockenheit und Klimawandel Blüten teilweise ausgefallen sind und die Bienenvölker leiden. Um die fleißigen Insekten zu unterstützen, kann jeder Garten- oder Balkonbesitzer einen Beitrag leisten – Tipps dazu gibt es unter www.deutscherimkerbund.de. So lieben Bienen Naturgärten, in denen auch Wildkräuter Platz haben, sowie Wildwiesen, Obstgehölze und spätblühende Pflanzen. Wer in seiner privaten Grünoase bienenfreundliche Ecken schafft, schützt die Natur, bietet Wild- und Honigbienen Habitate und sichert reiche Honigernten.

Unterschlupf für Biene, Igel und Co.

Den Garten tier- und insektenfreundlich gestalten

(djd). Über 500 Wildbienenarten gibt es in Deutschland – doch jede zweite davon ist vom Aussterben bedroht. Ein Grund dafür ist, dass die Insekten immer weniger Nahrungsquellen in der Natur finden. Dabei ist ihre Bedeutung für eine intakte Umwelt nicht zu unterschätzen. „Ohne Bienen keine Ernte“, lautet ein geflügeltes Wort. Schließlich übernehmen Wild- und Honigbienen einen Großteil der Pflanzenbestäubung. Dabei kann jeder Gartenbesitzer einen Beitrag leisten, neue Lebensräume für bedrohte Arten zu schaffen. Angefangen mit einer insektenfreundlichen Bepflanzung bis hin zum Aufstellen von Nisthilfen und Futterstationen für Wildvögel oder einem Igelhaus.

Bienenfreundlich pflanzen, auf Pestizide verzichten

Der biologisch vielfältige Garten fängt mit der Wahl der Beet- und Kübelpflanzen an. Ein Beispiel: Spezialzüchtungen mit gefüllten Blüten sind zwar schön anzusehen, erschweren Wildbienen aber den Zugang zum überlebenswichtigen Nektar. „Bienenfreundliche Blumen sind ungefüllt, sodass die Insekten einfacher an die Staubblätter gelangen“, erläutert der Gartenexperte Jens Gärtner von Stihl. Empfehlenswert sind auch regionale Blumensaatmischungen. Sie bieten Nahrung für die Insekten und sind im heimischen Garten zudem optisch ein Hingucker. Neben Nahrungsquellen kommt es auch auf Nistplätze, Unterschlupf und Winterquartiere an. Ein Bienenhotel ist einfach selbst gebaut oder im Fachhandel gekauft, eine Trockenmauer eignet sich ebenso als Unterschlupf. „Wichtig ist es, bei der Pflanzenpflege so weit wie möglich auf Pestizide zu verzichten. Sie halten nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge fern“, so Jens Gärtner weiter. Im Ratgeberbereich unter www.stihl.de etwa gibt es viele weitere Tipps für eine bienenfreundliche Gartengestaltung und Anleitungen zum Bau von Insektenhotels und Nistplätzen für heimische Wildvögel.

Regenwasser nutzen und Grünschnitt kompostieren

Vögel haben es ebenfalls immer schwerer, intakte Naturräume zu finden. Mit Nistkästen und Futterplätzen lassen sich heimische Arten schützen. Und: Ein Igelhaus, ob selbst gebastelt oder gekauft, dient dem stacheligen Freund als Winterquartier. „Um nachtaktive Tiere zu schützen, sollten Besitzer von Mährobotern ihre Geräte außerdem so programmieren, dass diese nicht nachts über die Rasenflächen fahren“, so Jens Gärtner. Viele weitere Maßnahmen unterstützen das naturnahe Gärtnern: So lässt sich beispielsweise aus Kompost Naturdünger gewinnen; ein Gartenhäcksler dient dabei dazu, Grünschnitt vor dem Kompostieren zu zerkleinern. Und: Aufgefangenes Regenwasser, das im Garten genutzt wird, schont natürliche Ressourcen.

Den Insekten Gutes tun

Geschenkidee zu Ostern: Mit Saatgut sammeln Kinder gärtnerische Erfahrungen

(djd). Kinder sind große Entdeckerinnen und Entdecker. Für sie gibt es kaum etwas Spannenderes, als neugierig die Natur in ihrer Vielfalt und in ihrem stetigen Wandel zu beobachten. Mit einem Saatgutset als kleine Geschenkidee zu Ostern können Kinder spielerisch erste gärtnerische Erfahrungen sammeln. Im Frühjahr wird das Saatgut gesät und fleißig gegossen. Danach kann man den Pflanzen beim Wachsen zuschauen, bis sie schließlich in farbenfroher Pracht erblühen und das Auge erfreuen.

Mit speziellen Sets können Kinder beispielsweise Insekten Gutes tun. Die nützlichen Lebewesen werden nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit immer weniger. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aber ohne Insekten funktionieren unsere Ökosysteme auf Dauer nicht, ganze Lebensräume verarmen, wo die kleinen Tierchen ausgestorben sind. Auch im Kleinen kann man mit dem passenden Saatgut Insekten deshalb im wahrsten Sinne des Wortes neue Entfaltungsmöglichkeiten verschaffen. Das Saatgut kann im heimischen Garten, in Pflanzgefäßen auf dem Balkon oder auf der Terrasse ausgesät werden.

Klatschmohn und Sonnenblume

Von Saatgut Dillmann beispielsweise gibt es die Saatgutboxen „Die kleine Hummel“ speziell für Kinder. Die Kartons enthalten diverse Saaten in Keimschutzpackungen. Dazu zählt etwa der Klatschmohn mit seinen großen, leuchtend roten Blüten. Er wird im April und Mai ausgesät. Und auch leuchtend gelbe Sonnenblumen haben auf kleine und große Menschen eine ganz besondere Ausstrahlung, diese Pflanzen werden ausschließlich von Insekten bestäubt. Auf den großen Blüten tummeln sich Hummeln und Wespen, aber auch andere Bienen und Fliegen. Sie alle schätzen die reichliche Menge an Pollen und Nektar, die Sonnenblumen bieten. Wer sie anpflanzt, unterstützt somit die Insektenvielfalt im Garten und vergrößert sie.

Die Saatgutboxen gibt es in verschiedenen Größen im Shop unter: saatgut