Eine Hecke zum Vernaschen

Für kleine Blaubeerpflanzen ist fast überall Platz. Foto: djd/BrazelBerry

Für Blaubeerpflanzen im Miniformat ist fast überall Platz

(djd). Leckere Früchte kultivieren und eine eigene Ernte in Bioqualität einfahren: Das macht der ganzen Familie Spaß. Ein großer Obst- und

Gemüsegarten ist dafür nicht zwingend notwendig. Selbst bei wenig Platz auf Balkon oder Terrasse können Gartenfreunde sich als Obstbauern beweisen. Spezielle, kompakte Züchtungen im Miniformat sind sogar für kleinere Pflanzkästen geeignet. So wird die dekorative Bepflanzung für die Balkonbrüstung gleichzeitig zur Naschhecke.

Süßer und vitaminreicher Genuss frisch vom Balkon

Frisches Beerenobst zum direkten Vernaschen lässt sich auf kleinstem Raum, selbst im Balkonkasten, kultivieren. Viele Tipps dazu und die passenden Pflanzen für die urbane Selbstversorgung wie die BerryBux-Blaubeeren gibt es im Gartenfachhandel vor Ort. Mit gewöhnlichen, gestrüppartigen Blaubeeren hat die Fruchthecke im Miniformat schon optisch nichts gemeinsam. Die Pflanzen sind kompakt und machen eine schöne Figur im Kasten oder Kübel. Im Frühjahr sind die stadtklimafesten Blaubeeren übersät mit weißen bienenfreundlichen Blüten. Danach reifen die vielen kleinen Beeren heran, die im Sommer geerntet werden können. Frisch gepflückt schmecken die gesunden, dunkelblauen Früchte so süß und aromatisch wie Waldheidelbeeren.

Attraktive Alternative zum Buchsbaum

Wie der Name es schon verrät, sehen die kleinen Pflanzen dem Buchsbaum zum Verwechseln ähnlich. Sie haben nicht nur augenscheinlich identisches Laub, sondern sind ebenso schnittverträglich und winterhart. Damit sind sie eine attraktive Alternative zum kränkelnden Buchsbaum – mit zusätzlichem Naschwert in Form der reichen Beerenernte. Für Fans von großen Buchsbaumkugeln gibt es auch rund geschnittene Blaubeerpflanzen im Sechs-Liter-Topf. Hier noch einige Tipps für das erfolgreiche Kultivieren: Die Blaubeerhecke benötigt einen sauren Boden. Zum Bepflanzen von Kübeln eignet sich daher am besten Pflanzerde mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5, zum Beispiel Rhododendronerde. Im Frühjahr freut sich die Pflanze über eine Düngung, nach der Beerenernte kann bei Bedarf ein Formschnitt erfolgen.

Beerenstarker Genuss

Gesundes Obst naschen auf Terrasse und Balkon

 Beerenobst ist nicht nur lecker, sondern auch vitaminreich und gesund. 2421 KB Foto: djd/BrazelBerry

Beerenobst ist nicht nur lecker, sondern auch vitaminreich und gesund. 2421 KB Foto: djd/BrazelBerry

(djd). Frisch geerntete Beeren gehören zur warmen Jahreszeit einfach dazu. Alleine deshalb wird der Anbau im eigenen Außenbereich immer beliebter – selbst auf dem Stadtbalkon. Kompakte Pflanzen machen es möglich, sich den Genuss bequem nach Hause zu holen. Auf diese Weise sind die süßen Früchte beim Relaxen auf Terrasse oder Balkon jederzeit zum Greifen nah.

Üppige Ernte auch bei wenig Platz

Einige heutige Beerensorten speziell für den Hausgarten oder den Kübel haben nichts mehr mit einem widerspenstigen, dornigen Gestrüpp gemeinsam. Die Pflanzen wachsen teilweise wie hübsche Ziergehölze und tragen dabei auch noch viele Früchte. Mit dem BrazelBerry-Sortiment zum Beispiel kommt jeder auf den Geschmack – bei einer der vier Blaubeer-Sorten, bei der dornenfreien, kompakten Brombeere oder der niedrig wachsenden Himbeere. Neu erhältlich ist in vielen Gartencentern die Sorte „Perpetua“, Adressen von Fachhändlern aus der Nähe gibt es etwa unter www.brazelberry.de. Anders als andere Blaubeeren trägt die Neuzüchtung gleich zweimal in der Saison leckere Früchte. Im Sommer bringt die kompakte, vasenförmig wachsende Pflanze die ersten leckeren Beeren hervor. Kurze Zeit später setzt sie ohne Winterruhe erneut bienenfreundliche Blüten an, die im Herbst für weitere aromatische, süße Früchte sorgen. Sie eignen sich direkt zum Naschen, für Muffins, Desserts oder auch zum Einfrieren für die kalte Jahreszeit.

Häufige Fehler vermeiden

Die Beerenfrüchte sind pflegeleicht und tragen zuverlässig viele Früchte – vorausgesetzt, die Gartenliebhaber beachten einige grundsätzliche Tipps bei der Pflege. Viele Fehler passieren etwa beim Einpflanzen: Beerenobst wünscht sich genügend Platz für das Wachstum, am liebsten an einem sonnigen, windgeschützten Standort. Das Pflanzloch ist dabei doppelt so groß wie der Wurzelballen anzulegen. Auch die Wahl der richtigen Erde ist wichtig. Blaubeeren wünschen sich einen sauren Boden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5. Beim Einpflanzen im Beet oder im Kübel lässt sich Rhododendronerde verwenden. Himbeeren und Brombeeren hingegen benötigen einen normalen Boden mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5. Beim Einpflanzen im Gefäß sollte man lieber normale Pflanzerde nutzen. Die Pflanzen nach dem Einsetzen gründlich angießen und stets ausreichend wässern. Auch zwischen der Blüte und Ernte ist es wichtig, dass die Erde nicht austrocknet. Bei Blaubeeren ist ein jährlicher Schnitt nicht erforderlich, Himbeere und Brombeere hingegen werden direkt nach der Ernte beschnitten – und zwar nur die fruchtragenden Triebe kurz über dem Boden.

Leckere Beeren aus dem eigenen Garten

Ob Himbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren oder Johannisbeeren – leckere Beerenfrüchte sind beliebt, auch bei vielen Hobbygärtnern. Damit die Ernte reichhaltig ausfällt, müssen Beerensträucher regelmäßig gepflegt und geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist der Herbst, da die Pflanzen bis zum nächsten Frühling gut eingewurzelt sind. Sofern kein Frost herrscht, kann sogenannte Containerware, also Pflanzen im Topf, auch über das Jahr hinweg gepflanzt werden.

Beeren aus dem eigenen Garten

Himbeeren gedeihen am besten in einem tiefgründigen, humosen Boden. Staunässe vertragen sie nicht. Um diese zu verhindern, ist es sinnvoll, die Sträucher in ein etwa 20 Zentimeter hohes Hügelbeet zu setzen. Der Abstand in der Reihe sollte etwa 40 bis 60 Zentimeter betragen. Beliebte Sorten für den Garten sind Herbst-Himbeeren wie „Autumn Bliss„, denn sie werden wegen der späteren Blüte nicht von Himbeerkäfern befallen. Nach der Ernte sollten Himbeeren beschnitten werden: Bei früh tragenden Sorten nur die Ruten abschneiden, die Früchte getragen haben, junge Triebe stehen lassen. Bei Spätsorten die Ruten komplett bodentief abschneiden.

Damit die Ruten genügend Halt haben, benötigen Himbeeren ein Spalier. Geeignete Rank- und Kletterhilfen bietet der Fachhandel in vielen Formen und Materialien an. Man kann sie aber auch ganz leicht selbst bauen. Einfach Holzpfähle in die Erde setzen und dazwischen drei Spanndrähte befestigen.

Johannisbeeren sind pflegeleicht und auch für kleine Gärten geeignet. Im Gegensatz zu anderen Beerenfrüchten werden sie tief gepflanzt, der Ballen sollte ganz unter der Erde verschwinden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa 1 bis 1,5 Meter betragen. Rote Johannisbeeren tragen auch gut, wenn sie allein stehen. Bei schwarzen Sorten sollte man mindestens zwei Pflanzen setzen, sonst ist die Ernte sehr überschaubar. Empfehlenswerte Sorten sind die roten „Jonkheer van Tets“ und die aromatische „Rovada„, bei den schwarzen die „Titania“ und „Dr. Bauers Ometa„.

Der Standort hat Einfluss auf den Geschmack: Im Schatten wachsende Beeren sind säuerlicher als die, die in der Sonne groß werden. Beim Schnitt kommt es auf die Sorte an: Bei roten Johannisbeeren nur zwei bis drei ältere, verholzte Zweige bodentief entfernen, bei schwarzen auch einige jüngere Triebe abschneiden, sodass etwa acht bis zehn Haupttriebe stehen bleiben.

Stachelbeeren sind ziemlich anspruchslos, allerdings werden viele Sorten von Mehltau befallen. Zuerst zeigt sich ein weißer Belag an den Triebspitzen und jungen Blättern, später greift der Pilz auch auf die Früchte über. Einzige Hilfe: der komplette Rückschnitt des befallenen Holzes. Wer dieses Problem vermeiden möchte, kauft mehltauresistente Sorten. Sehr schön für den Hausgarten sind die weitgehend mehltaufreie, gelb-grüne „Invicta“ oder die grüne „Mucurines„. Stachelbeeren können als Büsche in 1,50 Meter Abstand oder als Stämmchen mit 1 Meter Abstand in Reihe gepflanzt werden. Beim Rückschnitt zwei bis drei ältere, verholzte Zweige bodentief entfernen.

Der richtige Schnitt – Beerensträucher werden – bis auf wenige Ausnahmen – am besten direkt nach der Ernte beschnitten. Die meisten tragen an jungem Holz die größten und leckersten Früchte, deshalb sollten diese tragenden Triebe nicht älter als drei oder vier Jahre sein. Entfernt werden also insbesondere ältere Triebe. Diese erkennt man an der dunkleren Holzfarbe, junge Triebe besitzen eine helle Farbe. Ein gut aufgebauter Strauch besitzt nicht mehr als acht bis zehn gleichmäßig verteilte Haupttriebe. Wichtig: Nie nur die Spitzen, sondern die sogenannten Ruten tief in Bodennähe abschneiden.