Bäume

OBSTBÄUME JETZT VOR SCHÄDLINGEN SCHÜTZEN

Wer im nächsten Jahr viel Obst im eigenen Garten ernten möchte, sollte jetzt die Gehölze vor Schädlingen schützen – mit Leimringen an den Baumstämmen. Die biologische Barriere bildet einen Schutzgürtel, der unter anderem die gefürchteten Frostspanner abwehrt. Deren Raupen können Obst- und Zierbäume im Frühjahr massiv schädigen. Nachdem die Nachtfalter im Herbst geschlüpft sind, krabbeln die flugunfähigen Weibchen an den Bäumen hoch, um sich zu paaren und die orangefarbenen Eier zum Überwintern in der Rinde zu verstecken. Die Larven schlüpfen zwischen März und Mai und stürzen sich mit Heißhunger auf Blätter, Blüten, junge Triebe und sogar Früchte. Wenn es noch nicht ausreichend Nahrung gibt, produzieren die kleinen Larven sehr dünne Fäden. Damit baumeln sie dann in der Luft und lassen sich vom Wind zu Nachbarbäumen tragen. Um den Frostspanner zu bekämpfen, werden grüne Leimringe eingesetzt, andere Farben sollten vermieden werden, da diese auch für viele Nutzinsekten attraktiv sind. Sabine Klingelhöfer vom Gartenexperten Neudorff: „Leimringe sind eine sehr wirkungsvolle Maßnahme, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Garten zu reduzieren. Damit das gut funktioniert, bekommen auch Stützpfähle einen Leimring. Bei starkem Befall ist es wichtig, die Klebefallen häufiger auszutauschen.“ Die Bäume werden bis in den März hinein geschützt. In dieser Zeit muss immer mal wieder der Bereich unterhalb des Leimrings kontrolliert werden. Der Grund: mitunter kommt es vor, dass Weibchen, die den Leimring nicht überwinden können, ihre Eier direkt am Stamm ablegen. Dank der orangeroten Farbe sind die in der Regel aber gut zu erkennen und werden mit einer harten Bürste entfernt.

Dem Mythos Wald auf der Spur

Märchenhafte Entdeckungen in der Region Siegen-Wittgenstein

(djd). Der harzige Duft der Bäume, beruhigendes Blätterrauschen, Vogelzwitschern und Grün in allen Schattierungen – der Wald ist für viele Alltagsgestresste von heute Balsam für Körper und Seele. Zwischen Menschen und Wald besteht seit jeher eine tiefe Verbindung, die in früheren Zeiten jedoch auch andere Aspekte beinhaltete. Davon zeugen zahlreiche Sagen und Märchen, die von Begegnungen mit wilden Tieren, Fabelwesen und Naturgeistern erzählen. In waldreichen Gegenden wie der Region Siegen-Wittgenstein östlich von Köln können kleine und große Entdecker die mystische Ausstrahlung der Natur noch hautnah erleben. In der „Wisent-Wildnis“, wo eine Herde der größten Landsäugetiere Europas lebt, trifft man heute noch auf „scheue Riesen“ – und in den geschichtsträchtigen Städtchen der Region mit ein bisschen Glück auch eine echte Prinzessin.

Im und ums Schloss herum

Schloss Berleburg ist seit mehr als 750 Jahren der Stammsitz der Fürsten Sayn-Wittgenstein-Berleburg und wird heute noch von der fürstlichen Familie bewohnt. Bei einem geführten Rundgang durch die in verschiedenen Epochen erbaute Anlage bekommen Besucher lebendige Einblicke in Geschichte und Alltag der adligen Familie. Ganz in der Nähe der Tourist-Information und der evangelischen Kirche startet mit der „Märchenspur“ außerdem ein rund sechs Kilometer langer Rundweg durch Schlosspark, Wälder und die historische Altstadt von Bad Berleburg. Die „Märchenspur“ ist der erste Premium-Spazierwanderweg Südwestfalens. Die Kombination aus Wanderung und Quiz sorgt dafür, dass auch kleine Entdecker in Schwung kommen. Unter www.siegen-wittgenstein.info gibt es detaillierte Informationen zu dieser und vielen anderen Themen-, Pilger- und Fernwanderwegen – darunter den 154 Kilometer langen Rothaarsteig – inklusive Tourenplaner.

Mit dem Kleinen Rothaar zur Ilsequelle

Im Wittgensteiner Bergland und im Siegerland kommen Wanderer und Radler an geschichtsträchtigen Gemäuern wie der Ginsburg, einer nassauischen Grenzfeste aus dem 12. Jahrhundert, oder der Wasserburg Hainchen vorbei. In den weitläufigen Wäldern des Rothaargebirges entspringen aber auch große Flüsse wie Eder, Lahn und Sieg. Wo Wasser fließt, gibt es meist auch viel zu entdecken – zum Beispiel auf dem Walderlebnispfad Siegquelle oder dem Märchenwanderweg „Kleiner Rothaar“. Letzterer führt auf schmalen Wegen durch einen mystischen Wald mit versteckten Schatztruhen zu einem verborgenen Ort von besonderer Magie: der Ilsequelle bei Heiligenborn. Ihr Wasser, das unter einer aus dem 17. Jahrhundert stammenden steinernen Einfassung aus dem Boden sprudelt, gilt seit dem Mittelalter als heilkräftig. Ein erfrischender Schluck ist also definitiv empfehlenswert.